Beratungsangebote erstellen: aus Referenzen, CVs und früheren Projekten
Die Anfrage kommt am Dienstag, die Präsentation beim Kunden ist am Montag. Eine digitale Projektassistenz trägt Referenzen, CVs und Methodentexte aus früheren Mandaten zusammen und schreibt den Entwurf – Team, Preis und Freigabe bleiben bei Ihnen.
Angebot Wärmenetz – offene Punkte vor Freigabe
F-1Eigenerklärung zur Unabhängigkeit gefordert, keine Vorlage gefundenrotR-2Referenz Stadtwerke A nur anonym freigegeben – im Entwurf anonymisiertgelbT-4CV eines Consultants nur mit Stand VorjahrgelbH-186 Personentage: Text und Honorartabelle stimmen übereingruenH-2Tagessätze aus Preisliste Stand Januar – bitte bestätigenoffenWas Sie am Ende
in der Hand haben.
Ausgangslage, Vorgehen, Team, Referenzen, Zeitplan, Honorar, Annahmen – jede Referenz und jeder CV-Auszug lässt sich auf das Ursprungsdokument zurückführen.
Dieselbe Gliederung und dieselben Zahlen wie das Word-Angebot, auch nach der dritten Überarbeitung.
Nicht freigegebene Referenzen, veraltete CVs, fehlende Nachweise aus der Anfrage – oben im Dokument, bevor Sie freigeben.
So läuft es ab.
Der digitale Kollege arbeitet mit Ihren Vorlagen, Ihrer Methodik und den Rechten der Person, die ihn beauftragt. Wo eine Entscheidung ansteht, fragt er nach.
Sie leiten die Anfrage weiter, oder die Assistenz sieht die neue Opportunity in HubSpot, Pipedrive oder Attio. Ein Satz genügt: „Angebot Netzstrategie Stadtwerke, Abgabe Freitag, Team wie bei Projekt Aurora.“
Aus dem Company Brain: vergleichbare Angebote (gewonnen oder verloren, soweit im CRM vermerkt), Abschlussberichte, Methodenpapiere, CV-Auszüge – jeder Eintrag mit Quelldokument.
Darf der Referenzkunde genannt werden? Welcher Tagessatz gilt für Senior Manager? Festpreis gewünscht? Honorare kommen nur aus Ihrer Preisliste oder Kalkulationsvorlage, nie geschätzt.
Referenzfreigaben, Preise und TeamAngebot in Ihrer Word-Vorlage, Deck in Ihrem Corporate Design. Kurz-CVs und Referenzen werden auf die Fragestellung des Kunden zugeschnitten, ohne Fakten zu ändern.
Personentage gegen Honorartabelle, Referenzen gegen Freigaben, Pflichtangaben gegen die Anfrage. Versand als E-Mail-Entwurf mit Anhang, auf Wunsch mit Wiedervorlage im CRM.
Angebot, Versand und CRM-EintragSo sieht das Ergebnis aus
Beispiel mit erfundenen Daten. Anfrage eines kommunalen Versorgers: Strategie für den Ausbau des Wärmenetzes, Abgabe in vier Arbeitstagen. Gliederung, wie die Assistenz sie nach dem ersten Durchlauf vorlegt (Word 12 Seiten, Deck 14 Folien):
| Nr. | Abschnitt | Inhalt im Entwurf |
|---|---|---|
| 1 | Ausgangslage | kommunale Wärmeplanung, Investitionsentscheidung bis Q3 |
| 2 | Verständnis | drei Kernfragen |
| 3 | Vorgehen | drei Module: Bestandsaufnahme, Szenarien, Investitionsfahrplan |
| 4 | Team | Partnerin, Projektleiter, zwei Consultants mit Kurz-CVs |
| 5 | Referenzen | zwei vergleichbare Mandate, eines anonymisiert („kommunaler Versorger, 180.000 Einwohner“) |
| 6 | Zeitplan | 14 Wochen, vier Lenkungskreistermine |
| 7 | Honorar | 86 Personentage, Festpreis je Modul, Nebenkosten nach Aufwand |
| 8 | Annahmen | Mitwirkung des Auftraggebers |
Die offenen Punkte stehen oben im Dokument. Preis, Team und Referenzfreigaben setzen Sie.
Was der Kollege nicht tut.
Und wo Ihre Daten bleiben.
Grenzen
- Die Assistenz kennt nur, was dokumentiert ist. Ob ein Kunde als Referenz genannt werden darf, steht in einer Referenzliste oder einem Vermerk – fehlt beides, fragt sie nach.
- Festpreis, Rabatt und das Risiko in Ergebnisformulierungen sind Partnerentscheidungen. Die Assistenz rechnet und prüft die Rechnung, sie verhandelt nicht.
- Kein Ersatz für das Kundengespräch: Was zwischen den Zeilen gesagt wurde, steht nur im Angebot, wenn Sie es aufschreiben.
- Bei Ausschreibungen prüft die Assistenz Formvorgaben gegen die Unterlagen, die Sie ihr geben. Einreichung und Verantwortung für die Vollständigkeit bleiben bei Ihnen.
Datenschutz
- Speicherung auf Servern in Deutschland, Sprachmodelle über Rechenzentren in der EU, kein Training mit Ihren Daten.
- Die Assistenz sieht nur, was die beauftragende Person sehen darf. CVs in einem HR-Ordner mit eingeschränkten Rechten bleiben unsichtbar.
- Das Angebot verlässt die Plattform erst nach Ihrer Freigabe; CRM-Einträge ebenso. Jede Freigabe wird protokolliert.
- Ob Ihre CV-Datenbank für Angebote genutzt werden darf, klären Sie wie bisher intern, gegebenenfalls mit dem Betriebsrat.
Details: AVV · Leistungsbeschreibung · Datenschutz
Häufige Fragen.
Ihre Frage ist nicht dabei? Wir beantworten sie gern persönlich.
Gespräch vereinbarenJa. Ein Honorarangebot über einen Workshop oder eine Kurzanalyse ist dieselbe Arbeit in kurz: Leistung, Aufwand, Tagessatz, Nebenkosten, Gültigkeit. Ihre Vorlage bestimmt die Form.
Das ist der Normalfall. Das Company Brain liest Ablagen, Mails und Präsentationen so, wie sie sind, und ordnet sie nach Kunden, Projekten, Angeboten und Methoden – siehe Wissensmanagement.
Sie übernimmt Ihre Anmerkungen und Standards für künftige Entwürfe, etwa „Vorgehen immer mit Entscheidungspunkten“. Ob ein Angebot gewonnen wurde, berücksichtigt sie nur, wenn es im CRM oder in Ihren Unterlagen steht. Eine Gewinnquote rechnet sie nicht hoch.
In einem Experiment mit 453 Berufstätigen sank die Bearbeitungszeit kurzer Schreibaufgaben mit ChatGPT im Mittel um 40 %, die Qualität stieg um 18 %.[1] Angebote mit Firmenwissen waren nicht Teil der Studie. Wie viel Sie sparen, hängt davon ab, wie gut Ihre früheren Projekte dokumentiert sind.
Vertiefen und vergleichen.
- Noy, S. & Zhang, W. (2023): Experimental evidence on the productivity effects of generative artificial intelligence. Science 381(6654), 187–192 – https://doi.org/10.1126/science.adh2586